In Corona-Zeiten zählt nur noch Aufregung!

In Corona-Zeiten zählt nur noch Aufregung!

In Corona-Zeiten zählt nur noch Aufregung!

Die Nerven lieben blank. In den letzten Wochen scheint parallel zum Anstieg der Inzidenzwerte auch die Erregtheit von uns allen zuzunehmen. – Allerdings mit einem kleinen Unterschied: Die Inzidenzwerte steigen exponentiell, also erst langsam an, um dann zu explodieren. Unsere Erregtheit hingegen will derzeit jedoch gleich zur Explosion. Woher kommt diese Aufregung plötzlich?

Ja, sicherlich sind einige von uns im Wahlkampfmodus und suchen das zu skandalierende Thema, um der anderen Seite eins reinzuwürgen. Anderen wächst das Homeschooling parallel zum Homeworking über den Kopf. Und wieder andere haben Sehnsucht nach der Ferne, wollen ausbrechen aus dem Alltagstrott, der derzeit noch weniger bietet als sonst. Und so weiter und so fort.

Aber wo bleibt der Münchhauseneffekt? – Leute! Warum zieht ihr euch nicht selbst an den Haaren aus dem Sumpf des Aufgeregtseins. Packt die Aufregung einfach in eine Kiste und weg damit.

Leichter gesagt als getan? Ja, auch mir fällt es schwer mich dem Alltagsstress zu entziehen und mich zu besinnen. Aber es hilft nur optimistisch zu bleiben, sich vor Augen zu halten, dass durch die Impfkampagne ein Ende in Sicht ist und dass es uns auch viel schlimmer hätte erwischen können. Also baut Abstand zum Stress und zu allen anderen Sorgen auf und werdet wieder gelassen.

Das wichtigste ist nach wie vor umsonst: Das Zutrauen und Vertrauen in unsere Nächsten: Partner, Freunde, Kinder und Verwandte. Machen wir uns gegenseitig stark!

Mark Hagelt

Veröffentlicht von

markhagelt.org

Mark Hagelt lebt seit vielen Jahren mit Kind und Kegel als Lehrer in Norddeutschland und hat in seinem Roman "Schulfrei" eigene Erfahrungen aus der Lehrerausbildung eingearbeitet. Das Manuskript ist bereits vor über 20 Jahren verfasst worden, lag dann aber nach ersten Veröffentlichungsversuchen lange im Regal und wurde erst kürzlich wiederentdeckt. Die im Roman thematisierten gesellschaftlichen Hierarchien und Ausgrenzungstendenzen beschäftigten den Autoren seit Langem, teilweise auch in wissenschaftlichen Bestrebungen, und scheinen ihm heute ausgeprägter zu sein, als in der Zeit des Verfassens des Werks. Daher erscheint ihm die Auseinandersetzung mit subtilen Formen der Unterdrückung und struktureller Gewalt aktueller denn je, da sie die Basis unseres auf Egalität und Solidarität fußenden demokratischen Zusammenlebens sukzessiv unterwandern.

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